Hi, ich bin Nicole.
Irgendwo bei meinen Eltern liegt noch ein Stapel Fotos. Echte Film-Fotos — entwickelt, in einem kleinen Umschlag. 12,35 Euro waren damals die Kosten für die Entwicklung. Das Preisschild klebt nämlich tatsächlich noch drauf.
Ich war ungefähr fünfzehn, als ich sie gemacht habe. Mit einer Kompaktkamera. Ich hatte die Dekogegenstände meiner Eltern im Garten arrangiert — fürchterlich hässliche Dinge, irgendwelche Kannen und Becher aus Kupfer — und dann das Licht beobachtet. Die Perspektive verändert. Noch eine Aufnahme. Noch eine.
Als ich diese Fotos neulich wiedergefunden habe, musste ich richtig lachen.
Die Faszination war dieselbe. Das Handwerkszeug dafür habe ich seitdem zum Glück noch dazubekommen.
„Ich fotografiere euch so, wie ihr geliebt werdet."
Ich stelle keine Posen.
Ich gebe kleine Impulse — und dann warte ich. Beobachte. Bin da. Ich habe schon immer gut wahrgenommen, was zwischen Menschen passiert. Wann jemand nervös ist. Wann ein Kind gerade nicht kann. Wann ein Moment entsteht, den ich gleich festhalten werde — noch bevor er passiert.
Das ist keine Technik, die ich mir angeeignet habe. Das bin ich.
Und genau deshalb arbeite ich so, wie ich arbeite: Ich will nicht, dass ihr in mein System passt. Ich will, dass ihr einfach ihr seid. Die schönsten Bilder entstehen, wenn niemand mehr daran denkt, dass ich eigentlich noch da bin.
Was das für euer Shooting konkret bedeutet, liest du auf meiner Konzept-Seite.


Von der Hochzeit zur Familie.
Angefangen habe ich Ende 2019 — erst mit Familienfesten, Taufen und Kommunionen, dann mit Hochzeiten. Wer einmal eine Hochzeit begleitet hat, weiß: Das ist die Königsdisziplin. Man dokumentiert nicht nur — man plant mit, berät, führt durch den Tag, behält die Gäste im Blick und trägt Verantwortung für Momente, die es kein zweites Mal gibt. Diese Jahre haben mich als Fotografin geprägt wie nichts sonst.
Und sie haben mir das schönste Kompliment geschenkt, das dieser Beruf kennt: Viele meiner Hochzeitspaare kamen später wieder. Mit Babybauch. Dann mit Baby. Mit einigen „meiner Bräute" bin ich bis heute verbunden — aus manchen ist über die Jahre echte Freundschaft geworden.
Als sich bei mir selbst Familie ankündigte, war die Entscheidung deshalb klar: Ich bin meinen Paaren einfach gefolgt — in ihr nächstes Kapitel. 2023 habe ich mein eigenes Tageslicht-Studio in Bottrop eröffnet und begleite dort seitdem viele Familien: Schwangere, frisch gewordene Eltern und Familien, die längst zusammengewachsen sind.
Für euch mache ich das.
Ich sitze manchmal an meinem Schreibtisch. Erdgeschoss, Blick zur Straße. Vor ein paar Wochen kam eine Kindergartengruppe vorbei — auf einem kleinen Ausflug, händchenhaltend in Zweierreihe. Aber jedes Kind komplett in seiner eigenen Welt. Einer hat in einen Busch geschaut. Zwei haben über irgendetwas gelacht, das nur sie verstanden. Eines hat den Kopf gestreckt und in den Himmel geschaut.
Vollkommen frei. Vollkommen bei sich.
Mir sind beinahe die Tränen gekommen.
Diese Momente gibt es. Jeden Tag. Und sie vergehen so schnell, dass man sie kaum bemerkt — wenn man nicht genau hinschaut.
Vielleicht, weil ich selbst Mama bin und weiß, wie schnell aus jetzt ein weißt du noch wird.
Ich schaue genau hin.

Ein paar Dinge über mich
Kaffee morgens und Ingwer-Tee, wenn's turbulent wird. Beides unverzichtbar — nur eben für ganz unterschiedliche Momente des Tages.
Pizza, immer und ohne jede Ausnahme. Ich habe das schon oft hinterfragt — und bin jedes Mal zum selben eindeutigen Ergebnis gekommen.
Sommer, eindeutig. Warme Abende, langes Licht und das Gefühl, dass der Tag einfach noch nicht aufhören soll — das ist ganz meins.
Podcasts — ich finde Menschen faszinierend und lerne unfassbar gerne. Das Warum hinter dem Wie könnte ich mir stundenlang anhören.
Drei Zinnen in Südtirol. Die Berge haben dort eine Stille, die sich anfühlt wie wirklich durchatmen — das kenne ich sonst kaum.
Was Menschen antreibt und wirklich ausmacht — das fasziniert mich sehr. Ich glaube, genau das macht mich zur Fotografin, die ich bin.
Da warten mein Sohn, mein Ehemann und Hund Bruno auf mich. Manchmal ist es laut, manchmal chaotisch — meistens beides gleichzeitig. Ich würde es gegen nichts tauschen.
Ich halte mich beim Kochen niemals an Rezepte. Das Spektrum der Ergebnisse reicht daher von „total lecker" bis „absolut ungenießbar".
Liebe Worte
„Du hast es geschafft, dass ich Tränen in den Augen habe. Du bist einfach so eine liebevolle, tolle Persönlichkeit, wie viel Mühe und Liebe du in deiner Arbeit steckst. Das ist echt unglaublich. Mein Mann und ich waren einfach von deiner Arbeit begeistert, wie viel Mühe du dir gibst die Detailverliebtheit und die Gastfreundschaft. Bei dir fühlt man sich einfach pudelwohl und dazu bekommt man noch wunderschöne Erinnerungen 🤍"
„Magst du mich kennenlernen?"
Schreib mir einfach — ich antworte dir persönlich. Und dann erzähle ich eure Geschichte mit meinen Bildern.
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