Familienfotografin aus Bottrop
Irgendwo bei meinen Eltern liegt noch ein Stapel Fotos. Echte Film-Fotos — entwickelt, in einem kleinen Umschlag. 12,35 Euro waren damals die Kosten für die Entwicklung. Das Preisschild klebt nämlich tatsächlich noch drauf.
Ich war ungefähr fünfzehn, als ich sie gemacht habe. Mit einer kleinen Kompaktkamera. Ich hatte ein paar ausrangierte Dekogegenstände meiner Eltern im Garten arrangiert — fürchterlich hässliche Dinge, irgendwelche Kannen und Becher aus Kupfer — und dann das Licht beobachtet. Die Perspektive verändert. Noch eine Aufnahme. Und noch eine. Bis der gesamte Film voll war.
Als ich diese Fotos neulich wiedergefunden habe, musste ich richtig lachen.
Die Faszination war damals schon dieselbe. Das notwendige Handwerkszeug dafür habe ich seitdem aber zum Glück noch dazubekommen…
Ich fotografiere euch so, wie ihr geliebt werdet
Ich stelle keine Posen.
Ich gebe kleine Impulse — und dann warte ich. Beobachte. Bin da.
Ich habe schon immer gut wahrgenommen, was zwischen Menschen passiert. Wann jemand nervös ist. Wann ein Kind gerade nicht kann. Wann ein Moment entsteht, den ich gleich festhalten werde — noch bevor er passiert.
Das ist keine Technik, die ich mir angeeignet habe. Das bin ich.
Und genau deshalb arbeite ich so, wie ich arbeite:
Ich will nicht, dass ihr in mein System passt.
Ich will, dass ihr einfach ihr seid. Die schönsten Bilder entstehen, wenn niemand mehr daran denkt, dass ich eigentlich noch da bin.
Ich sitze ziemlich oft an meinem Schreibtisch. Erdgeschoss, Blick zur Straße.
Vor ein paar Wochen kam eine Kindergartengruppe vorbei — auf einem kleinen Ausflug, händchenhaltend in Zweierreihe.
Aber jedes Kind komplett in seiner eigenen Welt. Einer hat in einen Busch geschaut. Zwei haben über irgendetwas gelacht, das nur sie verstanden. Eines hat den Kopf gestreckt und in den Himmel geschaut.
Vollkommen frei. Vollkommen bei sich.
Mir sind beinahe die Tränen gekommen.
Diese Momente gibt es. Jeden Tag.
Und sie vergehen so schnell, dass man sie kaum bemerkt — wenn man nicht genau hinschaut.
Und ich schaue genau hin.
Ich bin süchtig nach
Kaffee morgens und Ingwer-Tee, wenn’s turbulent wird. Beides unverzichtbar — nur eben für unterschiedliche Momente des Tages.
Liebste Jahreszeit
Sommer, eindeutig. Warme Abende, langes Licht und das Gefühl, dass der Tag einfach noch nicht aufhören soll — das ist ganz meins.
Da möchte ich wieder hin
Drei Zinnen in Südtirol. Die Berge haben dort eine Stille, die sich anfühlt wie wirklich durchatmen — das kenne ich sonst kaum.
Bei mir zuhause
Mein Sohn und Hund Bruno. Manchmal ist es laut, manchmal chaotisch — meistens beides gleichzeitig. Ich würde es gegen nichts tauschen.
Lieblingsessen
Pizza, immer und ohne jede Ausnahme. Ich habe das schon oft hinterfragt — und bin jedes Mal zum selben eindeutigen Ergebnis gekommen.
Ohne kann ich nicht leben
Podcasts — ich finde Menschen faszinierend und lerne unfassbar gerne. Das Warum hinter dem Wie höre ich mir wirklich stundenlang an.
Lieblingsthema neben Fotografie
Was Menschen antreibt und wirklich ausmacht — das fasziniert mich sehr. Ich glaube, genau das macht mich zur Fotografin, die ich bin.
Geheimes Talent
Ich halte mich beim Kochen niemals an Rezepte. Das Spektrum der Ergebnisse reicht daher von „total lecker“ bis „absolut ungenießbar“.
Und jetzt zu dir
Ich freue mich auf deine Nachricht.
Schreib mir einfach — ich antworte dir persönlich.
Vielleicht sitzen wir bald bei einem Kaffee in meinem Studio und ich erzähle eure Geschichte mit meinen Bildern.